Von Jugend auf habe ich viele Kunstausstellungen besucht, war besonders fasziniert von Caspar David Friedrich, William Turner, dem französischen Impressionismus und deutschen Expressionismus, Lyonel Feininger und den Entwicklungen im 20. und 21. Jahrhundert, bis ich über das Medium Farbe selbst aktiv in die Malerei eingetaucht bin. Es ist vor allem das Geschehen in der Natur, das Leben in Bewegung, das mich fasziniert und zum Zeichnen und Malen, mal gegenständlich mal abstrakt, inspiriert. Meine Ehrfurcht und Faszination für das feinste Sandkorn, das Insekt, die Vogel- und Pflanzenwelt, den tanzenden Menschen, für alles Fließende und Bewegte- Wasser, Schlamm, Eis,- für die gigantische Bergwelt und die für das menschliche Auge nicht wahrnehmbaren Explosionen im Kosmos finden Eingang in meine Bilder.
Gern mache ich Skizzen und Zeichnungen als Vorbereitung auf ein Bild. Ich habe eine vage Idee vom Thema eines Bildes, deren Umsetzung ein Prozess ist zwischen mir und der Leinwand, dem Papier oder der Kupfer-, Zink- oder Stahlplatte . Oft entsteht das Bild erst im Dialog zwischen meinen Gedanken und Gefühlen und meinem Auge für Fläche, Farbe und Linie. Wenn ich im Abstrakten bleibe, sind die Bilder offen und regen die/den Betrachtenden zu eigenen Phantasien und Interpretationen an. Auch aus dem Gespräch mit ihr/ihm erwachsen Ideen und Inspirationen für weitere Bilder.
Neugierig experimentiere ich auch mit verschiedenen Malmitteln: Welche Ausdruckskraft hat ein Akt als Tuschezeichnung oder ein Akt mit Acrylfarben? Wie unterschiedlich wirkt die Differenziertheit und die Kraft eines Baumes als Kohle-, Bleistift-, Öl-, Pastellkreide-, Tuschezeichnung oder als Aquarellbild? Gern benutze ich verschiedene Mal-“Instrumente“, Pinsel, Spachtel, Feder, Naturschwämme und die eigenen Finger. Und ich probiere sehr gern verschiedene Papiere aus, z.B. Pergament, Handgeschöpftes, Chinapapier, schwere Aquarellpapiere und Naturleinwände.
Spannend für mich war auch die Auseinandersetzung und Recherche zum Thema Sand, seit Beginn der Erdentstehung und menschlichen Lebens im Überfluss vorhanden, der jedoch durch den Raubbau des Menschen zu Ende zu gehen droht. Mit Neugier habe ich mich mit der scheinbar unspektakulären Farbe Grau in der Malerei und ihre unendlich vielen Schattierungen mit anderen Farbmischungen beschäftigt. Dank meiner Reisen nach Chile und Peru in den 70-er Jahren und den verschiedenen Begegnungsaufenthalten in Masaya/ Nicaragua gewann ich Einblick in die lateinamerikanische Wandmalerei. Zu diesen Themen sind Vorträge entstanden.
Geboren 1945, Schulzeit in Kehl/Rhein, Hamburg und Königstein/Ts.
Seit 1953 Tanz: Ballett, Modern Dance, Improvisation, Afrikanischer Tanz, Stepptanz, Line Dance
Ein Studienjahr an der Sorbonne/Paris, Romanistik und Slawistik in Frankfurt, Lyon, Russischkurse in Leningrad, Moskau,Spanischkurse in Cuenca/Spanien, Italienisch in Castiglioncello und Florenz
Lehrerin (OSTR) in Rödermark-OberRoden und Dietzenbach, ein Jahr Deutschunterricht an einem Collège in Frankreich
Verheiratet, drei Kinder, seit 1980 Wohnsitz in Heusenstamm
Begleitung der Städtepartnerschaft Dietzenbach – Masaya/ Nicaragua seit Ende der 80er Jahre bis heute, Weltwärtsprogramm für einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Masaya/Nicaragua und in Dietzenbach seit 2009-2019, www.vib-dietzenbach.de
Mitbegründung verschiedener Bürgerinitiativen in Heusenstamm, u.a. Friedensinitiative und Mitherausgabe des Buches „Spurensuche: NS-Zeit in Heusenstamm“ 1990. Unveränderte Neuauflage 2025, Mitarbeit in der „Initiative Stolpersteine“ in Heusenstamm
Heusenstamm in der NS-Zeit
Initiative Stolpersteine Heusenstamm
1986-87: Aquarellkurse bei Juliet Geist/Amrum.
2005-2007: Acrylmalerei und Zeichnen bei Heiko Spittl, Offenbach.
2006-2016: Studienaufenthalte in Zeichnen, Acrylmalerei, Radierung, Fotografie an der Europäischen Kunstakademie Trier bei Christine Henn, Dagmar Wassong, Ruth Cle-mens,
2007 ff:Architekturzeichnen in Venedig, Berlin, Paris, im Rhein-Main-Gebiet mit der Gruppe „Bilderflut“.
2010 Studienaufenthalt in Malerei, nahe Gdansk/Polen bei Matthias Kroth
2020 und 2025: Tuschemalerei bei Petra Friedrich, Freie Kunstakademie Gerlingen, Radierung, Sprendlingen bei Brigitte Orth.
2011:Offenbach und Heusenstamm: „Wasser und Eis“.
2014:Ladispoli bei Rom.
2018: Heusenstamm: „Sand im Bild“.
2025: Einzelausstellung, Rathaus Dietzenbach „Leben ist Bewegung“. Einzelausstellung, Heusenstamm „Farbspiele zwischen Sandkorn Kosmos. Alles in Bewegung“
2010–2025: Teilnahme an den Ausstellungen des Künstlervereins Heusenstamm.
2012: Teilnahme an einer Gruppenausstellung in Malle/Belgien.